Jugendstudie: Junge Menschen stehen hinter Fridays for Future

Die neue Jugendstudie bestätigt es: Fridays for Future findet breite Unterstützung unter jungen Menschen. 80 Prozent der Befragten kannten zum Befragungszeitpunkt die Bewegung Fridays for Future. Rund ein Viertel hat bereits bei den Fridays for Future-Klimastreiks mitgemacht, fast alle von ihnen, nämlich 90 Prozent, können sich vorstellen, das künftig wieder zu tun.

Im Auftrag von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt haben das IÖW und die holzhauerei mit Unterstützung der TU Berlin im Frühsommer 2019  junge Menschen im Alter von 14 bis 22 Jahren befragt. Das Besondere an der Studie: Sie hat Jugendliche und junge Erwachsene intensiv beteiligt, als Forscher und Beforschte. An empirischen Forschungsbausteinen wurden eine einwöchige Online-Community, Fokusgruppen und eine repräsentative Online-Erhebung mit mehr als 1000 jungen Menschen durchgeführt.

Am 31. Januar 2020 wurden die Ergebnisse der Studie auf einer Jugendkonferenz  vorgestellt. Der Jugendbeirat der Studie hat etwa 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer souverän durch den Tag geführt, darunter auch Umweltministerin Svenja Schulze und Dirk Messner, der neue Chef des Umweltbundesamtes.

Team der Jugendstudie mit Umweltministerin Svenja Schulze und Dirk Messner, Umweltbundesamt, © Gordon Welters

 

Für 45 Prozent ist Umwelt- und Klimaschutz sehr wichtig, für weitere 33 Prozent eher wichtig

Den Umwelt- und Klimaschutz benennen junge Menschen als eines der wichtigsten Probleme in Deutschland: Für 45 Prozent ist er sehr wichtig und für weitere 33 Prozent eher wichtig. Ähnlich wichtige Probleme sind der Zustand des Bildungswesens und Fragen der sozialen Gerechtigkeit. Für 87 Prozent ist es wichtig, in einer Demokratie zu leben. Auch Wahlen und die EU werden von der großen Mehrheit der jungen Menschen wertgeschätzt. Sie finden die Zustimmung von mehr als drei Viertel der Befragten.

 Viele sind für Umwelt- und Klimaschutz verantwortlich, aber wenige tun genug

Umwelt- und Klimaschutz geht alle an. Und deshalb können aus Sicht junger Menschen viele Akteure einen Beitrag leisten. Zentral sind jede und jeder Einzelne,  die Industrie und die Bundesregierung. Die Zufriedenheit mit den Leistungen dieser wichtigen Akteure ist allerdings gering. Nur 6 Prozent finden, dass die Bundesregierung genug, und weitere 16 Prozent, dass sie eher genug für den Umwelt- und Klimaschutz macht.

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Die Broschüre kann bei der Bundesregierung herunter geladen werden.

Broschüre „Zukunft? – Jugend fragen“ 2020

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